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| Fachtagung: „Was brauchen Kinder heute?“ |
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Emotionale Bindung und freies Spiel – Voraussetzungen für Lebensfreude und Lernfähigkeit
Kinder brauchen die emotionale Bindung und sie brauchen das Spiel mit allen Sinnen, um gut lernen zu können, um Lebensfreude und
Selbstvertrauen zu entwickeln. Das waren zwei wesentliche Antworten auf die Frage: „Was brauchen Kinder heute?“. So lautete auch das
Thema der Fachtagung, zu der das Familienzentrum der Wirbelwind GmbH am 22. September in die Ravensberger Spinnerei eingeladen hatte.
120 pädagogische Fachkräfte aus ganz Ostwestfalen-Lippe informierten sich in Fachvorträgen und sieben Workshops darüber, wie sie als
Erzieherinnen oder Heilpädagoginnen Kinder am besten fördern können.
Bindungspädagogik
Für die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Charmaine Liebertz aus Köln ist „Bindungspädagogik“ das Schlüsselwort. Auf der Basis moderner
Hirnforschung vertrat sie die These, dass Kinder am besten lernen, wenn eine gute emotionale Bindung zwischen ihnen und dem Lehrer oder
dem Erziehenden besteht. „Das Gehirn ist mehr als nur ein Denkorgan; es ist ein Sozialorgan“, so die Wissenschaftlerin in ihrem Vortrag
„Bindung gleich Bildung“. Informationen würden zuerst emotional bewertet und verarbeitet. Zentral sei hier die Frage: „Finde ich mein
Gegenüber sympathisch?“
Ganzheitliches Lernen
Deshalb sei heutzutage die Aufgabe eines modernen Pädagogen nicht mehr allein die Vermittlung von reinem Faktenwissen. „Das geschieht
heute blitzschnell am Computer“, so Liebertz. Wichtiger sei heutzutage die Hinwendung zum Menschen, das ganzheitliche Lernen mit „Kopf,
Herz, Hand und Humor.“
„Seid authentisch!“
Sechs Empfehlungen gab sie ihren Zuhörerinnen, von denen eine lautete: „Seid authentisch!“ Jede heranwachsende Generation habe Vor- und
Nachteile. Man müsse nicht alles gut finden, was Kinder machen, aber man sollte sich in sie hineinversetzen und sie individuell „bilden“.
„Jack, the Regenwurm“
Wichtig sei ebenfalls, kindgerechte Bilder beim Erzählen zu verwenden, damit das Wissen auch in den Köpfen der Kleinen hängen bleibt. So
kann aus einem schnöden Regenwurm von Seite 45 des Lehrbuchs die spannende Geschichte von „Jack, the Regenwurm“ werden. Partizipation,
Koordination und vor allem Humor sind für Charmaine Liebertz weitere wichtige Eckpfeiler einer fördernden Pädagogik ─ der amüsante Vortrag
der Erziehungswissenschaftlerin war dafür selbst das beste Beispiel.
Spielen mit allen Sinnen
Der zweite Referent, Dr. Eckhard Schiffer, Facharzt für Nervenheilkunde, Quakenbrück, betonte die Bedeutung des Spiels für die Entwicklung
von Kindern. Im Spiel würden Kinder die Welt mit allen Sinnen erfahren. Ausgestattet mit diesem sensomotorischen „reichen Innenleben“
benötigten Kinder keine ständigen äußeren Reize, um etwas zu erleben. Sie seien „frei und eigenständig“ und hätten Selbstvertrauen, so
Eckhard Schiffer.
Kohärenz
Ein wichtiger Kernbegriff bei Schiffer ist die Kohärenz, was so viel bedeutet wie Zusammenhang, Zusammenhalt oder auch inneren und äußeren
Halt haben, entweder individuell durch sich selbst oder in der Gruppe. Getragen von dieser Grundsicherheit, könnten Kinder ihr Leben besser
meistern. Dieses Gefühl sei entscheidend für „unsere körperliche und seelische Gesundheit“, die uns Stress besser bewältigen lasse.
Workshops für die Praxis
Ganz praktisch ging es dann für die Tagungsteilnehmer in den sieben Workshops zu. Themen waren unter anderem, wie man durch Sprache Kinder
fördern kann, die Bedeutung von Musik und Naturerleben für die kindliche Entwicklung oder die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit
Förderbedarf. Die Workshops wurden ebenfalls von Fachleuten geleitet: nämlich von den Mitarbeiterinnen der Wirbelwind GmbH und ihren
Kooperationspartnern.
Interview mit Dr. Charmaine Liebertz „Das Vertrauen, die Bindung ist entscheidend.“
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| 50 Jahre Lebenshilfe: Feier Am Alten Bauhof |
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Er zauberte gute Stimmung herbei, der Clown Caramello, bei seinem Auftritt im Wohnhaus der Lebenshilfe Bielefeld „Am Alten Bauhof“.
Die 25 Bewohner, Mitarbeiter und ihre Gäste feierten Ende September mit einem Tag der offenen Tür das 50-jährige Bestehen der
Lebenshilfe Bielefeld. Clownerei, Zauberei, argentinisch-spanischer Folkrock und Musik vom Plattenteller ließen keine Langeweile
aufkommen. Zum Glück spielte das Wetter mit, so dass draußen gegrillt werden konnte.Das Wohnhaus Am Alten Bauhof 1 in Heepen ist
eine von fünf Wohnstätten, in denen die Lebenshilfe Bielefeld Menschen mit Behinderung betreut und ihnen hilft, ein weitgehend
selbstständiges Leben zu führen.
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| Schüler liefen für den Umbau ihrer Schule |
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Schulfest brachte 1200 Euro
Bei bestem Wetter fand Ende September unser diesjähriges Schulfest statt. Es stand unter dem Motto „Sponsorenlauf für den Umbau jetzt“.
Alle Klassen und Stufen hatten ihre Schülerinnen und Schüler an den Start geschickt.
Persönliche Rekorde
Das intensive Training der vergangenen Wochen hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes „bezahlt“ gemacht. Alle Läuferinnen und Läufer
gaben ihr Bestes: Regelmäßig liefen sie neue, persönliche Rundenrekorde. Dazu trugen sicherlich auch die zahlreichen „Schlachtenbummler“
bei, die ihre Läuferinnen und Läufer lauthals anfeuerten.
Neben den Läufen gab es vielfältige weitere Sportaktivitäten. Eine andere beliebte Attraktion für Groß und Klein war das Motorradfahren
im Beiwagen mit einer Honda Gold Wing.
Spenden und „Spritgeld“
Der Erlös aus dem Sponsorenlauf, dem Verkauf von Kuchen in der Cafeteria sowie von Eis und Getränken ergab zusammen mit dem „Spritgeld“
vom Motorradfahren und zusätzlichen Spenden die stolze Summe von insgesamt 1200 Euro.
Unser großer Dank geht an alle Läuferinnen und Läufer, an alle Spender, die uns mit Kuchen, Getränken und anderen Sachen unterstützt haben,
an alle helfenden Hände, die dazu beigetragen haben, dass dieses Schulfest ein solch toller Erfolg werden konnte! R.K.
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| Gemeinsames Umwelt-Projekt der Kita Wirbelwind und von Schüco |
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Klimaschutz in der Kita
Umweltschutz ─ ein großes Thema, für das auch schon die Kleinsten einiges tun können. „Klima wandeln? Kinder handeln!“ heißt das Projekt,
in dem 21 Kinder der Kindertagesstätte Wirbelwind noch bis Ende November lernen, wie sie bewusst mit Energie umgehen und damit die Umwelt
schützen können. Knowhow-Partner der Kita ist nicht einfach irgendwer, sondern das Unternehmen Schüco.
Elf Trainees
Die elf jungen Leute, die mit den Kindern malen, auf dem Boden basteln oder sich gemeinsam mit ihnen auf den kleinen Stühlen Bilderbücher
ansehen, sind Schüco-Trainees. Einmal in der Woche befassen sie sich nicht mit Internationalem Management, Controlling oder
Vertriebsaktivitäten, sondern mit Energie-Memory-Karten, Photovoltaik-Spielzeug und bunten Kinderbildern.
Soziale Verantwortung
Das Projekt „Corporate Social Responsibility“ (CSR) ist Teil ihres Trainee-Programms.
Die jungen Leute haben die Aufgabe, dieses Konzept, in dem Schüco sich aktiv zu seiner sozialen und ökologischen Verantwortung bekennt, in
die Praxis umzusetzen. Der Spezialist für energieeffiziente Fassaden, Türen und Fenster setzt auch mit seiner Solartechnologie auf
umweltfreundliche Lösungen.
Facettenreiches Programm
„Das Umweltschutzprojekt entspricht Schücos Leitbild vom schonenden Umgang mit Ressourcen, vom Energie sparen und Energie gewinnen“, erklärt
Joachim Timmermann, der als Trainee bei Schüco im Bereich Finanzen tätig ist. Zusammen mit seinen Kollegen entwickelte der 26-Jährige in den
vergangenen Monaten in enger Zusammenarbeit mit der Kita ein facettenreiches Programm für die Kinder.
Energiedetektive
An ihrem ersten Projekttag spürten die Fünf- bis Sechsjährigen als Energiedetektive eifrig Steckdosen, Heizungen und andere Energiequellen
in der Kita auf, bastelten Umweltbücher und Memory-Karten. Auf dem Stundenplan der weiteren Klimaschutztage stehen unter anderem ein
Experiment zur Klima-Erwärmung, in dem Räuchermännchen und Salatschüsseln eine wichtige Rolle spielen, die Installation eines
Photovoltaik-Moduls sowie ein Theaterstück mit dem Energie-Engel und dem CO2-Teufel.
Kindgerechte Umsetzung
Von Seiten der Wirbelwind-Kindertagesstätte begrüßt man die Aktion: „Wir freuen uns, dass ein so namhaftes Unternehmen sich für die
Jüngsten in unserer Gesellschaft engagiert“, meint Alexandra Dreessen, die das Projekt von Seiten der Kita pädagogisch betreut. Sie
sorgt zum Beispiel dafür, dass die Vielzahl der Ideen auch kindgerecht umgesetzt wird.
„Ganz anderes Erlebnis“
Nicht nur die Kinder haben etwas von der Aktion, auch die Trainees lernen dazu. „Dies ist mal ein ganz anderes Erlebnis für uns. Der
Informationsbedarf der Kinder ist riesig. Schon die Projektvorbereitung hat uns sehr viel Spaß gemacht“, meint Hubertus Hasse, der
Internationales Management studiert hat und bei Schüco jetzt als Vertriebsreferent Europa arbeitet.
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| Im Wirbelwind-Kindergarten lernen Kinder, sich selbst zu behaupten |
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„Nein, lass das sein!“
Selbstbewusst steht der fünfjährige Leon da, mit zur Abwehr erhobenen Händen, und funkelt den „Angreifer“ an: „Lass das sein, das ist
meine Mütze!“ Wie Leon lernten noch zehn andere Kinder im Wirbelwind-Kindergarten im Oktober und November einmal in der Woche, wie sie
sich gegenüber anderen behaupten und Grenzen setzen. Damit sollen sie auf die „raue Wirklichkeit“ in der Grundschule vorbereitet werden.
„Das Bedürfnis der Eltern, ihre Kinder zu schützen und ihnen mehr Selbstbewusstsein zu vermitteln, ist in den vergangenen Jahren immer
größer geworden“, bemerkt Beatrix Burow-Runde, die den Selbstbehauptungskurs leitet. Die Erzieherin hat zu diesem Zweck die
„Ampel-Kommunikation“ entwickelt. „Grün“ bedeutet “Mir geht es gut!“, „Gelb“ signalisiert „Ich fühle mich unwohl“ und bei “Rot“ dürfen
die Kinder schreien: „Nein, lass das sein!“.
Es gibt da aber noch die Farbe Blau: „Wenn die Kinder sich nicht mehr selber helfen können, sollen sie sich Hilfe bei Erwachsenen holen“,
sagt Beatrix Burow-Runde. Und wenn auch das „Blaulicht“ versagen sollte, dann dürfen die Kinder in „absoluter Notwehr“ auch zutreten,
um sich den Angreifer vom Leib zu schaffen. In Rollen-, Schrei- und Reaktionsspielen lernen sie mit entsprechender Mimik, Gestik und
Körpersprache ihre Abwehr wirkungsvoll zu unterstützen. Das ganze Konzept wurde vorher mit den Eltern besprochen.
Auf diese Weise sollen die Fünf- und Sechsjährigen auf Situationen in der Grundschule vorbereitet werden, in denen es oftmals rauer
zugeht als im behüteten Kindergarten, zum Beispiel auf dem Schulhof. Auch der Schulweg wird trainiert. Die Kinder sollen lernen, auf
keinen Fall mit Fremden oder anderen, „nicht autorisierten“ Personen mitzugehen. Auf diese weise erfahren sie, dass sie das Recht haben,
„nein“ zu sagen.
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| Auf dem 1. Bielefelder Marktplatz war auch die Frühförderung aktiv |
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„Speed Dating“ für eine gute Sache
„Suche Bustransfer, biete Kinderbetreuung“. Auf dem 1. Bielefelder Marktplatz Ende Oktober im Rathaus wurde fleißig gehandelt.
Allerdings ging es nicht um Geld, bezahlen musste niemand. Im Großen Sitzungssaal wurden Sach- und Dienstleistungen getauscht, und
das zu einem guten Zweck.
Etwa 40 gemeinnützige Organisationen und gleich viele Unternehmen trafen wie beim Speed Dating aufeinander. Es ging darum, mit
vielen potenziellen Partnern persönlich Kontakt aufzunehmen, um zu sehen, ob man zusammen passt.
Erfolgreicher „Flirt“
Mit dabei: die Frühförderung der Lebenshilfe mit ihren Mitarbeiterinnen Teresa Biermann, Ursula Leinmüller und Corinna Schröder.
Sie „flirteten“ so erfolgreich, dass sie am Ende der Veranstaltung nach anderthalb Stunden vier rechtsverbindliche Verträge über
eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen abschließen konnten.
Begegnung auf Augenhöhe
„Die Stimmung war gut und offen, ich habe mich einfach wohl gefühlt“, sagt Ursula Leinmüller. „Durch die Organisation der
Kontaktaufnahme auf gleicher Augenhöhe kam man sich nicht als Bittsteller vor, sondern trat gleichberechtigt auf.“ Sie und ihre
Kolleginnen verteilten ihre Wünsche für die Frühförderung zusammen mit kleinen Popcorn-Tüten an die Unternehmensvertreter und
kamen auch schon bald zwanglos ins Gespräch.
Vier Partner
Vier Geschäftleute zeigten ernsthaftes Interesse: So stellt die Allianz 3W der Frühförderung Spielgeräte und eine Hüpfburg für
eine Veranstaltung zur Verfügung, das Unternehmen Diamant Software spendet eine gebrauchte Digitalkamera, die Volksbank Bielefeld
übernimmt die Kosten für die Busfahrt zum Zoo nach Münster, bezahlt den Eintritt und stellt auch noch drei eigene Mitarbeiter als
Begleitpersonen zur Verfügung, und die Zimmerei Thomas Hötze bietet eine Kiste voller Bastelholz.
Langfristige Partnerschaften
Die Frühförderung revanchiert sich mit hundert selbst gestalteten Weihnachtskarten und mit einer flexiblen Kinderbetreuung an
den kommenden Adventssamstagen für die Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen. Auf jeden Fall sind die Begegnungen keine
flüchtigen Bekanntschaften, so die Erwartungen, sondern sollen sich zu langfristigen Partnerschaften entwickeln.
Organisiert wurde der 1. Bielefelder Marktplatz von Mitgliedern gemeinnütziger Vereine und Stiftungen. Schirmherr der Aktion
ist Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen.
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| Kindergarten Leipziger Straße: Laternenumzug mit Regenschirm |
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Von dem Nieselregen ließen sich die rund 50 Kinder, ihre Eltern und die Mitarbeiterinnen des Wirbelwind-Kindergartens nicht abhalten.
Wetterfest angezogen, die Laternen vor Regen zum Teil durch Plastiktüten geschützt, marschierten sie Anfang November gut gelaunt zum
nahe gelegenen Stadtpark. Allerdings fiel der Aufenthalt dort wesentlich kürzer aus als geplant. Nach einem kurzen Lied ging es schnell
wieder zurück ins Trockene. Im Kindergarten angekommen, wurden die Laternengänger erstmal mit Brezeln und warmem (Kinder)Punsch versorgt.
Anschließend lauschten die Gäste der spannenden Geschichte von König „Grrr“, die die Kinder mit viel Spaß präsentierten ─ da war der
Regen schnell vergessen. Der Laternenumzug wurde dieses Mal wieder von den Eltern mit viel Engagement organisiert.
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| Werkhaus ehrt langjährige Mitarbeiter |
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„Wir machen uns keine Sorgen um die Zukunft“
Die demografische Entwicklung geht auch an der Werkhaus GmbH nicht vorbei: In diesem Jahr konnte das Unternehmen der Lebenshilfe Bielefeld
drei Mitarbeiter ehren, die seit 40 Jahren in einer der beiden Betriebsstätten beschäftigt sind. „Im nächsten Jahr werden es dann schon
fünf Mitarbeiter sein, die so lange bei uns arbeiten“, sagte Ralf Siewert, Betriebsleiter der Werkhaus GmbH, während der kleinen
Feierstunde Mitte November in der Betriebsstätte in Oldentrup.
Außer den drei Jubilaren mit 40-jähriger Betriebszugehörigkeit gab es noch vier Mitarbeiter zu würdigen, die seit 25 Jahren bei der
Werkhaus GmbH beschäftigt sind. „Diese langen Zeiträume zeigen, dass die Mitarbeiter sich hier wohl fühlen und gerne zur Arbeit gehen“,
meinte Betriebsleiter Siewert. Er dankte ihnen für ihren Einsatz und auch den Eltern sowie den Betreuern für ihre Unterstützung.
Zukünftig werde sich die Arbeitswelt sehr verändern, meinte Siewert weiter. So wächst die Zahl der Werkhaus-Beschäftigten insgesamt
kontinuierlich, nicht nur die der Älteren: Waren es bei der Gründung der Werkstatt 1972 rund 70 Arbeitplätze, stieg deren Zahl bis
heute auf weit mehr als 400 in den beiden Betriebsstätten Brackwede und Oldentrup. Man habe bereits verschiedene Konzepte entwickelt,
um den Menschen mit Behinderung zusätzlich mehr Chancen auf dem 1. Arbeitsmarkt zu bieten, so Ralf Siewert. Gleichzeitig sehe man sich
mit dem gesetzlich vorgesehenen Zwang zum Sparen konfrontiert. „Aber unsere Mitarbeiter sind engagiert und hoch qualifiziert, so dass
wir uns keine Sorgen um die Zukunft machen müssen.“
Aus den früheren „Behindertenwerkstätten“ seien heute anerkannte moderne Wirtschaftsunternehmen geworden, in denen Menschen hochwertige
Produkte herstellen und damit ihr Geld verdienen, betonte Ralf Siewert. Namhafte Firmen lassen bei der Werkhaus GmbH fertigen und
konfektionieren, deren Qualitätsmanagement gerade wieder für ein Jahr zertifiziert worden ist. Deshalb ist der Betriebsleiter
zuversichtlich: „Wir sind flexibel und kreativ genug, um uns den veränderten zukünftigen Gegebenheiten anzupassen.“
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| Lichterfest in der Kita |
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Auf der Suche nach den Sternen
Hunderte von Laternen, Kerzen und Leuchtschlangen tauchten die Kindertagesstätte Wirbelwind Anfang November in ein märchenhaftes Licht.
Auch Linda, Karoline und Emely (v. links) ließen sich wie die anderen rund 200 Gäste von der Stimmung verzaubern. Zu Beginn des
Lichterfestes Am Möllerstift stand wie jedes Jahr der Laternenumzug durch die angrenzenden Straßen. Anschließend verteilten die
Mitarbeiterinnen Stutenkerle an die hungrigen Kinder und ihre Eltern, die sich auch draußen am Lagerfeuer mit Glühwein oder
Kinderpunsch aufwärmen konnten. Als besondere Überraschung konnten sich die Kinder auf die Suche nach vier Sternen machen, die
„direkt vom Himmel“ auf das geheimnisvoll beleuchtete Kita-Außengelände gefallen waren und sich dort versteckt hatten. Am Ende
überreichte der Lebensstern den kleinen begeisterten Sternsuchern eine Schatztruhe mit vielen kleinen Überraschungen. Die Sterne,
das waren die vier Praktikanten der Kita, Madeleine Vössing, Melanie Winkenjohann, Dennis Figge und Lea Westerwelle, die das Fest
unter der Anleitung von Heike Venohr mit viel Engagement organisiert hatten.
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| Gruppenleiterin in der Kita Wirbelwind - Jutta Holthöfer seit 25 Jahren dabei |
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Seit 25 Jahren ist Jutta Holthöfer bei der Kita Wirbelwind der Lebenshilfe Bielefeld beschäftigt. Mitte November feierte die 47-Jährige
ihr Jubiläum. 1985 kam die Erzieherin, die ihre heilpädagogische Zusatzausbildung bei der Lebenshilfe absolvierte, zur Kita und war
dort für integrative Spielkreise und externe Elternarbeit zuständig. Sie unterstützte Familien beispielsweise darin, ihr alltägliches
Leben besser zu organisieren.
Anschließend arbeitete Jutta Holthöfer als Ergänzungskraft in der „Hasengruppe“. Heute ist sie Leiterin der Gruppe und betreut zusammen
mit einer Kollegin neun „kleine Hasen“ mit Förderbedarf im Alter von drei bis sechs Jahren.
Die Leiterin der Wirbelwind-Kita, Susanne Krause, dankte der Jubilarin für ihr langjähriges Engagement und überreichte ihr einen
Blumenstrauß. Von den Kolleginnen erhielt Jutta Holthöfer einen Massagegutschein. Gefeiert wurde in gemütlicher Runde mit allen
Mitarbeiterinnen und den früheren Kolleginnen Annagreta Heinel und Helga Dubs.
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| Integratives Konzept überzeugte Politiker |
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Wirbelwind wird Träger der neuen Kita in Schildesche
Die Wirbelwind GmbH wird Träger der Kindertagesstätte, die im kommenden Jahr in der alten Overbergschule in Schildesche entsteht.
Diesen Entschluss fasste der Jugendhilfe-Ausschuss der Stadt Bielefeld Ende Oktober. Wirbelwind hatte mit seinem integrativen Konzept
den Zuschlag erhalten.
In der geplanten Kindertagesstätte sollen vom 1. August 2011 an 30 Kinder mit und ohne Förderbedarf in zwei Gruppen betreut werden.
Die insgesamt 400 Quadratmeter großen Räumlichkeiten sind barrierefrei und auf zwei Geschosse verteilt. Mit dem notwendigen Umbau
des Hauses soll in Kürze begonnen werden. |
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